Qualifikationsziele unserer Absolventinnen und Absolventen

Der Studiengang soll die Absolventen befähigen, auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden insbesondere in Industrieunternehmen Fach- und Führungsaufgaben zu übernehmen, für deren erfolgreiche Bewältigung betriebs- und ingenieurwissenschaftliches Know-how besonders hilfreich ist. Sie sollen in der Lage sein, unter Abwägung technischer, betriebswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Folgewirkungen begründete und ethisch vertretbare Entscheidungen operativer wie strategischer Art zu treffen, angemessene Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Abhängig von ihrer individuellen Wahl einer Vertiefungsrichtung verfügen die Absolventen über vertiefte Fach- und Methodenkenntnisse in einem der folgenden Gebiete:

  • Produktionstechnik und -management
  • Technisches Produktmanagement

Als Studiengang mit drei unterschiedlichen Varianten zielt dieser Master-Studiengang darauf ab, das jeweils bereits vorhandene Fähigkeitsspektrum von Absolventen betriebs- und ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge um die Fach- und Methodenkenntnisse zu ergänzen, die sie für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit als Wirtschaftsingenieure benötigen.

Die nachfolgend beschriebenen Qualifizierungszweige versetzen alle Studierenden des Master-Studiengangs in die Lage, innerhalb einer vorgegebenen Frist von sechs Monaten eine komplexe anwendungsbezogene Fragestellung des Wirtschaftsingenieurwesens aus der Unternehmenspraxis selbstständig und unter eigenständiger Auswahl des geeigneten wissenschaftlichen Methodeninstrumentariums zu bearbeiten sowie die Ergebnisse sachgerecht und umfassend in Form einer Abhandlung mit einem Umfang von etwa 100 Seiten darzustellen.

Da diese Arbeit in enger Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu erstellen ist, erweitern sie zugleich ihre i.d.R. schon im Erststudium aufgebaute Berufserfahrung und lernen Einsatzfelder kennen, die wissenschaftliche Fähigkeiten höherer Art erfordern. Sie sind in der Lage, die in der schriftlichen Arbeit behandelten Fragestellungen im Rahmen eines Kolloquiums in einen breiten fachlichen Zusammenhang einzuordnen und wissenschaftlich begründete Thesen angemessen vorzustellen und zu verteidigen. Dadurch werden sie zugleich zu selbstständiger und weiterführender Forschungsarbeit auf ECTS-Qualifikationsstufe III (Promotion an einer Universität) auf dem Gebiet des Wirtschaftsingenieurwesens befähigt.

Vorqualifikation Wirtschaftsingenieurwesen

Studierende mit der Vorqualifikation Wirtschaftsingenieurwesen vertiefen im konsekutiven Studiengang ihre technisch-wirtschaftlichen Fach- und Methodenkompetenzen in den Bereichen Konstruktion, internationale Wirtschaft und Informationsmanagement. Damit können sie z. B. wichtige Werkstoffe (insbesondere Legierungen) und wärmebehandelnde Verfahren technisch und wirtschaftlich beurteilen, computergestützte Konstruktionsverfahren einsetzen sowie ihr naturwissenschaftlich-technisches Verständnis nutzen, um komplexe Technologien zu bewerten und zu erläutern oder im künftigen Verlauf der technologischen Entwicklung als zukunftsweisend zu erkennen;

  • Kenntnisse der internationalen Rechnungslegung und des über- und zwischenstaatlichen Rechts in Bewertungs- oder Standortentscheidungen einbeziehen, Chancen und Risiken der Internationalisierung auch unter kultur-theoretischen Gesichtspunkten abwägen und Handlungsstrategien im Umgang mit polykulturellen Organisationen und Projekten zielorientiert einsetzen;
  • Data-Warehouse-Systeme (z. B. SAP BW, Jedox Palo) zur Datenmodellierung, Datenbeschaffung und Berichtslegung nutzen und komplexe Methoden der statistischen Datenanalyse problemspezifisch auswählen und softwaregestützt einsetzen.

Vorqualifikation Betriebswirtschaftslehre

Studierende mit der Vorqualifikation Betriebswirtschaftslehre haben zunächst zu Beginn ihres Studiums während eines obligatorisch zu absolvierenden 20-tägigen technischen Grundpraktikums, Grundkenntnisse in der Elektrotechnik und im Maschinenbau und deren wichtigste spanende und spanlose Bearbeitungsverfahren erworben.

Am Ende ihres Studiums haben sie ihr fachliches Spektrum um das Verständnis der naturwissenschaftlich-technischen Zusammenhänge zweier wesentlicher Bereiche des Ingenieurwesens erweitert. Kenntnisse der höheren Mathematik, wie sie in einem wirtschaftswissenschaftlichen (Grund-) Studium vermittelt werden, vorausgesetzt, können die Studierenden im Anschluss an naturwissenschaftliches Grundlagenwissen und besonders an die Technische Mechanik unter Rückgriff auf Kenntnisse des Technischen Zeichnens/CAD Aufbau und Einsatzmöglichkeiten wesentlicher Maschinenelemente sowie geeigneter Kraft- bzw. Arbeitsmaschinen beurteilen.

Grundkenntnisse der Elektrotechnik ermöglichen es ihnen, elektrische Antriebe zu verstehen und zu beurteilen. Sie können metallische, anorganische und polymere Werkstoffe, Fertigungsverfahren – sowie wichtige Werkstoffe, insbesondere Legierungen – und wärmebehandelnde Verfahren technisch und wirtschaftlich beurteilen. Sie verstehen Ablauf und Methodik eines Produktentwicklungsprozesses und können eine gegebene Produktidee unter Anwendung der betriebswirtschaftlichen Kompetenzen ihres Erststudiums und unter Einbeziehung von Kenntnissen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik im Team mit Kommilitonen der Vorqualifikation Ingenieurwissenschaften von der Konzeptfindung bis zur Erstellung der Produktdokumentation umsetzen.

Vorqualifikation Ingenieurwesen

Studierende mit der Vorqualifikation Ingenieurwesen haben ihr fachliches Spektrum um das Verständnis betriebs- und volkswirtschaftlicher sowie wirtschaftsrechtlicher Grundlagen und wesentlicher Gebiete der operativen und strategischen Unternehmensführung erweitert. Kenntnisse der höheren Mathematik, wie sie in einem ingenieurwissenschaftlichen (Grund-) Studium vermittelt werden, vorausgesetzt, verstehen die Studierenden anhand betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlich-weltwirtschaftlicher Zusammenhänge und wirtschaftsrechtlicher Grundlagen die wirtschaftliche Dimension der Ingenieurtätigkeit sowie die Kernanliegen und -aufgaben unterschiedlicher betrieblicher Funktionsbereiche und deren Zusammenspiel. Sie verstehen wesentliche Instrumente der operativen und strategischen Unternehmensführung, namentlich des Controlling, Marketing sowie der Logistik und können jene lösungsorientiert einsetzen.

Sie verstehen Ablauf und Methodik eines Produktentwicklungsprozesses und können eine gegebene Produktidee unter Anwendung der ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen ihres Erststudiums und unter Einbeziehung der gewonnenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse im Team mit Kommilitonen der Vorqualifikation Betriebswirtschaftslehre von der Konzeptfindung bis zur Erstellung der Produktdokumentation umsetzen.